Geschichten


im Cafe


Die Temperaturen an diesem Tag ließen den Schweiß in Strömen fließen. Kein vernünftiger Mensch arbeitete oder ging in die Sonne. Die meisten hielten sich im Schwimmbad auf, verkrochen sich in ihre Badezimmer oder saßen vor geöffneten Kühlschränken.

Deshalb verwunderte es, daß doch einige Menschen sich an öffentlichen Orten aufhielten, wie in diesem In-Café. Es erstreckte sich über zwei Stockwerke und hatte im oberen soviele Oberlichter, daß hier die Temperaturen einer Sauna gleich kamen. Die Bedienung hatte sich längst in die kühleren Regionen des ersten Stockes zurückgezogen, doch zwei hielten es hier noch aus.

Die eine Person war ein Mann. Er war groß, schlank, dunkelhaarig und offenbar sehr zurückhaltend. Er saß in der Nähe der Wendeltreppe, die beide Stockwerke miteinander verband. Er hatte sich einen Kaffee und einen großen Eisbecher kommen lassen.

Die andere Person war eine Frau. Sie hatte sich in die Nähe des Fenster gesetzt und beobachtete in Gedanken versunken die wenig belebte Straße unter sich. Sie war ebenfalls dunkelhaarig und schlank. Dafür schien sie weniger zurückhaltend zu sein, denn die Kleidung die sie trug, war äußerst feminin und aufreizend. Sie bestand aus einer weißen, sehr dünnen Bluse, durch die man zweifelsfrei erkennen konnte, daß sie große, feste Brüste hatte, die sie nicht mit einem BH bedeckte. Dazu trug sie einen weißen Faltenrock, weiße Nylons und Pumps. Vermutlich achtete sie auf ihr Gewicht, denn sie hatte sich trotz der Temperaturen kein Eis bestellt, sondern begnügte sich mit einem Kaffee und einem mit Eiswürfel gekühlten Mineralwasser.

Natürlich hatte der Mann erkannt, daß die Frau keinen Hehl aus ihrem Körper machte. Und da die Sonne in einem günstigen Winkel stand, war die Bluse wie ein Schleier, der die Silhouette ihres Körpers auf erregende Weise betonte. Seine Blicke glitten von ihrem Hals herunter, über ihre gerundeten Brüste, blieben für einen Moment an den hervorstechenden Brustwarzen hängen, um über ihren Bauch bis zu ihrem Rock zu schweifen. Dort allerdings verhinderte der Faltenwurf tieferen Einblick. Zu gerne hätte er gewußt, ob sie darunter genauso viel oder genauso wenig trug, wie unter der Bluse. Sein Herz pochte, da er nur heimlich zu ihr hinüber linste. Er hoffte, von ihr nicht erwischt zu werden und möglichst lange in den Genuß ihres Körpers zu kommen.

Von Zeit zu Zeit drehte sich die Frau um und ließ ihren Blick durch den Raum gleiten. Sie sah dabei nichts besonderes an. Es war nur eine Art Kontrollblick. Dabei bemerkte sie wohl, die kleine Kopfbewegung des Mannes, der seinen Blick schnell auf das vor ihm stehendes Eis richtete. Es störte sie nicht, daß sie von ihm angesehen wurde. Deshalb wollte sie wieder zur Straße sehen, als sie noch einmal zum Mann sah. Er hielt seinen Blick noch immer stur auf das Eis gerichtet. Er bemerkte, daß die Frau ihn ansah. Deshalb versuchte er sich nicht anmerken zu lassen, wie sehr ihn ihre Silhouette erregt hatte. Als er kurze Zeit später die Augen erhob, hatte sie ihr Glas genommen und nahm einen großen Schluck daraus. Dabei bildete sich aus dem Kondenswasser ein großer Tropfen am unteren Rand des Glases, der herunterfiel und ihre Brust traf.

Sie zuckte zusammen, als sie die Kalte spürte und sah erschrocken hin. Doch zu ihrer Beruhigung war nichts passiert, außer daß an dieser Stelle nicht mehr nur ihre Silhouette zu sehen war. Das Wasser machte an dieser Stelle die Bluse transparenter und ließ ein Stück ihrer Haut hindurch scheinen.

Der Mann rutschte unruhig auf seinem Stuhl. Es hatte nicht viel gefehlt und der Tropfen wäre etwas tiefer auf ihre Brustwarze gefallen. Zu gerne hätte er mehr gesehen, obwohl schon der Umriß der Frau atemberaubend war. Er starrte auf diese Stelle und hoffte insgeheim, daß sich die transparente Stelle vergrößerte und die von ihm ersehnte Stelle erreichte. Er bemerkte plötzlich, daß die Frau ihn wieder ansah. Schnell senkte er wieder seinen Blick, aber es war zu spät gewesen. Die Frau ließ ihren Blick weiter auf ihm ruhen, als ob sie ihn herausfordern wollte. Nur langsam blickte er wieder auf. Dabei überlegte er krampfhaft, was er tun sollte.

Doch nicht er, sondern sie begann etwas zu tun. Sie nahm einen halb geschmolzenen Eiswürfel aus ihrem Glas und ließ es sanft über ihre Stirn gleiten. Sie schloß dabei ihre Augen und genoß die Kühle. Recht schnell ließ sie den Eiswürfel weiter wandern. Dabei kühlte sie ihre Wangen, ihr Kinn und ihren Hals. Man sah ihr an, wie gut ihr die Kühle tat. Der Mann starrte fasziniert auf die Stellen, die der Eiswürfel berühren durfte. Dabei hinterließ der Eiswürfel eine breite Spur aus unzähligen kleinen, glitzernden Wassertropfen. Der Mann schluckte und traute seinen Augen nicht, als die Frau die obersten beiden Knöpfe der Bluse öffnete und den Eiswürfel darunter schob. Er konnte genau sehen, wie sie ihn über ihren festen Busen führte. Dazu stöhnte sie ein wenig vor Erleichterung, endlich die ersehnte Erfrischung zu spüren. Dabei ließ sie ihn keinen Moment aus den Augen. Sie wollte, daß er ihr dabei zusah. Er sollte sehen, wie die Bluse unter der Feuchtigkeit immer transparenter wurde.

Endlich war der Eiswürfel an ihren Brustwarzen angekommen. Auffallend lang kreiste er um ihren harten Nippel und befeuchtete gleichzeitig die Bluse, die nun mehr nichts weiter war, als ein durchsichtiges Stück Stoff, welches seinen Sinn zu verbergen und zu verschleiern verloren hatte.

Schon längst war der Eiswürfel geschmolzen, doch die Frau ließ noch immer ihre Finger über ihren Busen gleiten. Sie genoß die damit verbundene Erregung und sie teilte sie mit dem Mann, der nicht mehr in der Lage war, seine Augen auch nur für den Bruchteil einer Sekunde zu schließen. Er sollte erkennen, wie sehr sie mehr von ihm wollte, als nur angesehen zu werden. Sie wollte seine Hände dort spüren, wo sie ihre Hände hielt. Sie wollte dort von ihm liebkost, gestreichelt und geküßt werden. Ihr Herz schlug immer schneller bei dem Gedanken, es hier und jetzt zu tun. Und doch, es war nicht der richtige Ort und Zeitpunkt. Die Hitze lähmte beide ein wenig.

Plötzlich stand die Frau auf. Sie knöpfte ihre Bluse wieder zu. Doch durch die Feuchtigkeit auf ihrem Busen, war das nichts weiter als Etikette. Auch so sah man ganz genau, was sich darunter verbarg. Sie schämte sich auch nicht deswegen, auch wenn es recht ordinär aussah. Sie nahm ihre Handtasche, legte einen Geldschein auf den Tisch und ging zur Treppe. Dabei führte sie der Weg an dem Tisch des Mannes vorbei, der vor Scham seinen Blick nun in eine ganz andere Ecke des Raumes gerichtet hatte.

"Hoppla", meinte die Frau, nahm einen Löffel seine Eises und klatschte es direkt auf die Beule seiner Hose.

Der Mann drehte sich erschrocken um, sah kurz auf seine Hose und wollte gerade seinen Zorn freien Lauf lassen, als die Frau schnell ihren Zeigefinger auf seinen Mund legte und lächelte, "die Hose sollte ganz schnell gereinigt werden. Das ist Schokolade und geht nicht mehr so schnell heraus. So vier oder fünf Waschgänge braucht es schon, oder?" Der Blick des Mannes zeigte Verwirrung. Er wußte nicht, was sie damit bezwecken wollte. Doch dann nahm sie seine Hand und sah ihm in die Augen. "Außerdem habe ich in meinem Kühlschrank noch eine Menge Eiswürfel, mit denen du meinen Körper kühlen kannst, während meine Waschmaschine deine Hose wäscht." Das hatte er nun verstanden und folgte willenlos zu ihr nach Hause.