Geschichten


kleine Hure


Claudia schmunzelte, als er wieder kleine Hure zu ihr sagte. Was für jede andere Frau eine schwere Beleidigung ist, ist für sie ein wunderbares Kompliment. Dabei muß sie nämlich daran denken, wie sie Werner kennen gelernt oder besser gesagt, ihn erobert hatte.

Sie war gerade mit der leidigen Schule fertig, als sie das Glück hatte, in einer größeren Firma als Lehrling zur Bürokauffrau eingestellt zu werden. Nicht jeder aus ihrer Klasse hatte soviel Glück. Noch mehr Glück hatte sie, als sie mit den anderen drei Lehrlingen an diesem Morgen zur Begrüßung den Chef der Firma kennen lernen sollten.

Doch gerade als dieser den Raum betreten wollte, wurde er von der Sekretärin aufgehalten. Er konnte noch nicht einmal Guten Tag sagen, schon war er wieder verschwunden. Doch dieser eine Moment reichte ihr, um sich unsterblich in den Mann zu verlieben. Sie war noch nie ein Kind von Traurigkeit gewesen. Erfahrungen mit diversen anderen Männern, vor allem mit Gleichaltrigen, hatte sie schon zur Genüge. Doch dieser Mann war anders, er war vor allem ein richtiger Mann. Nicht so ein Bubi, den sie allein deswegen erschrecken konnte, indem sie die Initiative ergriff und ihn verführte. Doch so war sie nun mal. Sie nahm ganz gern selbst den Schaft in die Hand und holte sich, was sie brauchte. Doch um diesen Mann zu erobern, brauchte sie andere Mittel.

Es war nicht leicht für sie gewesen, etwas über ihn heraus zu finden. Kaum einer wußte genaueres über ihn. Deshalb machte sie sich auf, um wie eine Detektivin, alles über ihn heraus zu finden. Und so entdeckte sie auch nach einiger Zeit, daß der Junggeselle zweimal im Monat in einen bestimmten Bezirk der Stadt fuhr und dort eine der Strichdamen in seinem Auto mitnahm. Zunächst dachte sie daran, ihn damit zu erpressen. Doch den Gedanken verwarf sie bald wieder. Sie mußte es fertig bringen, daß er sich in sie verliebte. Und da er ohnehin sehr wenig Zeit hatte, würde es ihre Aufgabe werden, ihm diese kurzen Momente zu versüßen. Auf ihrem Kalender hatte sie den voraussichtlich nächsten Termin rot angestrichen. Sie war hypernervös, als sie an diesem Morgen aufwachte und auf dem Kalender sah, welcher Tag es war. In Gedanken hatte sie alles schon ein paar Mal durchgespielt. In abendlichen Aktionen hatte sie ausgekundschaftet, was die Frauen dort trugen, und welche damit besonders viel Erfolg hatten. Entsprechend versorgte sie sich mit dem passenden Outfit und ging an diesem Abend, äußerst aufreizend, kaum etwas verbergend und teenagerhaft geschminkt in die Straße. Sie hatte Glück. An diesem Tag war nicht sehr viel los und so gingen die ersten Strichdamen auch bald wieder, um an anderen Orten ihr Glück zu versuchen. Doch sie blieb eisern im kalten Abendwind stehen. An der Ecke stand eine Imbißstube, wo sie sich einen heißen Tee holte. Dabei schielte sie ständig aus den Augenwinkeln über die Straße. Sie durfte den Augenblick nicht verpassen. "Hast du Lust auf ein kleines Abenteuer?" Sie erschrak fürchterlich, als sie von hinten so angesprochen wurde. Sie drehte sich um und wollte den Mann wegschicken. Da erkannte sie den Mann, ihren Mann. Er war dieses Mal anders herum gefahren und so hätte sie ihn beinahe verpaßt, wenn nicht das Schicksal es gut mit ihr gemeint hätte. "Klar, warum nicht?" lächelte sie. Ihr Herz schlug noch schneller. Der Mann öffnete die Beifahrertür und sie stieg ein. Sie waren gerade losgefahren, als er sie nach dem Preis fragte. "Hundert Mark?" fragte sie, allerdings sehr schüchtern, da sie vergessen hatte, sich nach den üblichen Preisen zu erkundigen. "Mit allem Drum und Dran", ergänzte sie schnell zur Sicherheit. "Hört sich gut an. Ich habe dich hier noch nie gesehen. Bist du neu?" Sie nickte. "Ja, habe erst angefangen. Ist das schlimm?" Sie merkte, wie sie ins Schwimmen geriet. Es lief nicht ganz so, wie es sich vorgestellt hatte. Doch er lächelte nur. Es war das süßeste Lächeln, welches sie je gesehen hatte. Es beruhigte sie ein wenig. "Dann bediene dich, bis wir da sind", meinte er, öffnete den Reißverschluß seiner Hose und holte ihn heraus. Sie zögerte einen Moment. Sie ahnte zwar, was er wollte, doch genau das war etwas, was sie bisher noch nie getan hatte. Sie griff hinüber und begann den noch etwas kleinen zu massieren. "Nicht so, mit dem Mund", forderte er. Er legte eine Hand hinter ihren Kopf und drückte sie in seinen Schoß. "Aber nicht so heftig, wir wollen doch was von ihm haben, oder?" Sie schüttelte den Kopf, während sie zögerlich ihren Mund öffnete. Als sie ihn mit den Lippen berührte, spürte sie seine Hitze. Es fühlte sich gut an und er roch frisch nach Seife. Sie faßte allen Mut begann ihr Werk. Als sie ihn leise wie eine Taube gurren hörte, war sie erleichtert. Sie schien es gut zu machen.

Nach etwa einer Viertelstunde hielt er an. "Wir sind da, Kleines. Laß uns ins Haus gehen und sehen, was du mir für mein Geld bieten kannst." Eigentlich fand sie es schade, jetzt schon aufhören zu müssen. Sie hatte sie gerade an ihn gewöhnt. Als sie ihn aus ihrem Mund entließ, glänzte er von ihrem Speichel. Als sie ausstieg, sah sie das Haus, indem er wohnte. Sie hatte es zwar ein paar Mal aus der Ferne gesehen, doch so nah wie jetzt, war sie noch nie gewesen. Sie gingen Hand in Hand hinein. Sie fühlte sich dabei so gut, daß sie vor Glück hätte schreien können. Kaum hatte er die Haustüre geschlossen, drängte er sich an sie, drückte sie ganz fest und gab ihr einen leidenschaftlichen Kuß. Sie ließ sich von ihm anstecken und küßte ihn genauso leidenschaftlich zurück. Dabei spürte sie, wie seine Hände über ihren Rücken wanderten, unter ihren sehr kurzen Rock krochen und in ihren Slip verschwanden, wo sie ein Feuerwerk in ihr entzündeten. "Nimm mich", flüsterte sie in einem Moment, in dem sie Atem holte. "Bitte!" Sie öffnete seine Hose, zog sie herunter und drückte sich an ihn. Sie wollte ihn mit allen Fasern ihres Körpers und allen ihren Muskeln unspüren. "Komm mit, kleine Hure", sagte er und löste sich von ihr. "Wir gehen ins Wohnzimmer." Sie kam mit, aber nicht ohne ihn fest in ihre Hand zu nehmen. Und sie dachte auch nicht daran, ihn so schnell wieder loszulassen. Sie starrte ihn mit großen Augen an. Sie ließ sich willenlos auf die Couch führen, wo sie mit weit gespreizten Beinen auf ihn wartete.

"Nicht so schnell, Claudia", sagte er. "Erst möchte ich mich revanchieren." Augenblicklich schob er seinen Kopf zwischen ihre Beine und begann mit langer Zunge sie zu lecken. Sie brauchte etliche Sekunden, ehe sie erschrocken hochfuhr. "Woher weißt du meinen Namen!" schrie sie entsetzt. Langsam hob er seinen Kopf. "Ich weiß immer alles über meine Angestellten. Und natürlich auch, wenn sich eine in mich verliebt und mich heimlich bespitzelt. Vor allem dann, wenn ich mich selbst in sie verliebt habe. Und nun leg dich wieder hin und laß dich verwöhnen, meine kleine Hure." Claudia hätte sich gleichzeitig verfluchen und küssen können. Sie spürte einen Moment später seine zärtliche Zunge. So hatte sie es zwar nicht geplant, aber jetzt wußte sie, daß alles gut war. Entspannt empfing sie seine Zärtlichkeiten und machte sich innerlich auf einen wunderschönen Abend bereit. Und seit diesem Tag, mußte er nicht mehr in diese Straße fahren, um sich für einige Stunden flüchtiges Glück zu kaufen. Sie war nun für ihn immer da, wenn er sie brauchte und das ist alles, was sie wollte.