Ein Bild an der Wand, in silber gerahmt,
es zeigt das Abbild einer Stadt.
Vorne eine Brücke, im Hintergrund die
Häuser nebelverhangen.
Schiffe fahren auf dem Fluss.


Lange schaue ich dieses Bild an,
stehe regungslos davor und halte meinen Atem an.
Wenn ich mich konzentriere, kann ich die
Autos auf der Brücke fahren hören,
laut rumpeln sie vorbei.


Die Luft ist feucht, es ist kühl und
ein leichter Windzug streichelt mein Haar.
Die Boote bahnen sich ihren Weg auf
dem Fluss, der die Brücke kreuzt,
Es riecht nach Freiheit.


Die Wolkenkratzer berühren den Himmel
und ihr Spiegelbild im Wasser auch mich.
Ihre Grössen sind beeindruckend, doch
schüchtern sie nicht ein, vielmehr
entdecke ich die Möglichkeiten des Seins


Langsam wende ich meinen Blick ab und
schaue mich in meiner Umgebung um.
Auch hier, entdecke ich die Freiheit und
die Möglichkeiten, die mir das
Leben schenkt.


Ein Ende ist zugleich ein Anfang und Beginn,
ohne Trauer könnten wir nicht fröhlich sein.
Die strahlende Sonne wäre nichts ohne die Nacht,
und die Liebe ?
Meine Gedanken geraten ins Stocken.


Sie ist nicht erklärbar, nicht fassbar,
sie hat kein Gegenteil, keinen Abhängigkeitsfaktor.
Ich hebe meinen Kopf, ein Lächeln liegt auf
meinen Lippen. Man kann um nichts
trauern, was es nicht gibt.



© by mausle